| Dieser
Bereich der Osteopathie behandelt die Gelenke mit ihrem Kapsel-Band-Apparat
und ihren ernährenden Geweben (Nerven, Gefäße und
Lymphsystem).
Der ganze Bewegungsapparat ist durch Faszien, Muskeln, Gelenke und
Knochen miteinander verbunden. Alle diese Strukturen können
eingeschränkt sein. Je nach Einschränkung werden Blockierungen
von Gelenken, fasziale Verklebungen, muskuläre Verspannungen
oder knöcherne Verhärtungen durch entsprechende Techniken
gelöst.
Unter Umständen
liegen die Beschwerdesymptome und die eigentliche Ursache weit auseinander.
Zum Beispiel kann die Schmerzursache des Bewegungsapparats in den
inneren Organen oder im Schädel- Kreuzbein- System liegen.
Wie
wird ein ein Gelenk behandelt?
Bei der osteopathischen
Behandlung werden die Ursachen ertastet und sanft behoben und dadurch
die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
Dem Osteopathen
stehen viele Techniken zur Verfügung, um eine adäquate
Behandlung zu gewährleisten.
Zum Beipiel gibt es Impulstechniken, eine gezielte sanfte Manipulation
mit minimaler Bewegung unter hoher Geschwindigkeit zur Schonung
der Gelenkstrukturen.
Weitere Techniken
sind Mobilisationen, Fasziale Release-Technieken oder die sogenannten
Muskelenergietechniken (nach Fred L.Mitchell 1909-1974). Das therapeutische
Basisprinzip ist hier, dass der Osteopath das Gelenk in eine präzise
Stellung einstellt, wonach der Patient willkürlich anspannt.
Das blockierte Gelenk wird sich so lösen können.
Weiter kennen
wir viele unterschiedliche manuelle Technieken aus der Manuellen
Medizin sowie die Techniken nach Jones und Sutherland.
Der
Osteopath sieht ein Gelenk immer in Relation zu seiner Umgebung
und funktionellen Beanspruchung. Es kann eben durch bestimmte
Haltungsanpassungen Viszeralen (Organischen) oder Cranio-sacralen
Ursprungs in seiner Funktion gestört sein. Deshalb ist es immer
wichtig, eine Gesamtbeurteilung zu treffen um das bestmögliche
Resultat zu erzielen
|