Zurück


 

Cranio Sakrale Osteopathie

 


 

 

 

Cranio-sacrale Osteopathie (Kranio Sakral Therapie)

 

Diese Therapieform wurde von W.G.Sutherland, einem Schüler Stills entwickelt. Er stellte uA. fest, dass der Schädel aus 22 Einzelteilen aufgebaut ist, welche sicherlich beim Kind aber auch im fortgeschrittene Alter, beweglich sind und sein müssen um keine Probleme zu verursachen.

Hauptstrukturen dieser Betrachtungsweise sind:

Der Knöcherne Behälter   Der Schädel (Cranium), Wirbelsäule und Kreuzbein (Sakrum)
Die Hülle   Hirn- und Rückenmarkshäute (Dura & Pia Mater)
Das Wasserbett   Gehirn-und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinales)
mit dem darin liegenden zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark)
 

Die einzelnen Gewebe werden auf ihren Spannungszustand untersucht, der Primäre Atem Mechanismus wird qualitativ und quantitativ beurteilt und psychologische sowie klinische Zeichen werden auf ihren Ausdruck im Craniosacralen Rhythmus eingestuft.

Wie kann eine Craniosacrale Problematik entstehen?

Entzündungen  
Vergangene Entzündungsprozesse wie Hirnhautentzündungen und generell alle Zustände nach Entzündungen bringen einen Elastizitätsverlust der betroffenen Gewebenstrukturen. Meist sind überstandene Gewebeentzündungen mit einem Elastizitätsverlust verbunden und können so den Bewegungsausdruck eines Gewebes und damit die Homöostase (das gesunde Gleichgewicht) stören
Mobilitätsverlüste  
  Wirbelblockierungen, die schon längere Zeit bestehen und durch anhaltende Reizung eine Gewebefixierung (insbesondere eine Gleitbewegung der Nerven im Wirbelloch) verursacht haben
Trauma  
  Stürze auf das Gesäß können die Beweglichkeit des Kreuzbeins
einschränken und damit die Membrane unter starken Zug bringen.
Das Gleiche gilt für Stürze auf den Rücken oder Stürze, wobei starke Kräfe auf den Körper einwirken.
  Schleudertraumata können das gesamte System in allen Komponenten empfindlich stören
Stürze oder Schläge auf den Kopf (diese können auch schon Jahre zurückliegen und erst beim zusammentreffen mehrerer Faktoren als Problem erscheinen)
Geburtstraumatisch z.B. Zangengeburten, Lageanomalien wie Steisslagen u.a.
Zahnextraktionen. Die zum Teil benötigte massive Kraft um einen Zahn zu ziehen kann zu einer Verkeilung der Schädelknochen führen und weitreichende Folgen wie z.B. Neuralgien nach sich ziehen.
Kieferorthopädische Behandlungen. Die verwendeten Zahnklammern können als Störfelder aktiv werden und so bei schon bestehenden oder latente Probleme verstärken oder auslösen
 
Physiologischer Stress  
  Geburten können einen starken Zug auf das Kreuzbein der Mutter
verursachen (zur schnelleren und besseren Regeneration der Gewebe ist eine osteopathische Behandlung immer von Vorteil)
Psychischer Stress  
  Anhaltender beruflicher/sozialer Stress
überstandene Erkrankungen  
Immobilität  
  Langes, fast unbewegliches Sitzen (besonders im Auto) verursachen häufig Kompressionen im Kreuzbein und damit verbundene Bewegungseinschränkungen der gesamten Wirbelsäule
Ketten  
  Läsionen im Parietalen oder Viszeralen System werden sich auf das Craniosacrale System auswirken

Welche Symptome können im Zusammenhang mit Craniosacralen Strukturen stehen?

Immer wiederkehrende Gelenkblockierungen
Kopfschmerzen, Migräne
Konzentrationsschwierigkeiten
Vegetative Symptome (Müdigkeit, Nervosität, Schwitzen, Frieren)
Schlafstörungen
Hyperaktivität (bei Kindern ADS-Syndrom)
KISS-Syndrom
Depressionen
Gelenkschmerzen
Hormonelle Dysregulationen (z.B. unregelmäßiger Menstruationszyklus, zu frühes Klimakterium)

Wie wird Craniosacral behandelt?

z.B. nimmt der Therapeut den Kopf in beide Hände und bestimmt die Qualität des Gewebes. Er kann sich dabei auf den Gesamteindruck des Körpers konzentrieren oder bestimmte zusammenhängende Strukturen in ihrer Tastqualität oder Bewegungsverhalten einschätzen. Ein zentrales Kriterium ist der Ausdruck, die Qualität des Craniosacralen Rhythmus, der durch eine dem Gewebe innewohnende Bewegung ausgelöst wird.